Historie

Die Hamburger Versicherungsbörse kann bereits auf eine Jahrhundert alte Tradition zurückblicken.

Im Jahre 1558 erlaubte der Rat der Stadt Hamburg dem Gemeinen Kaufmann, an der Trostbrücke gegenüber dem Rathaus einen "Freien Platz", eine Börse zu bauen. Zu den Aktivitäten an dieser Hamburger Börse gehörten seit ihrer Gründung immer auch die Vermittlung und der Abschluss von Versicherungsverträgen. Dieser Geschäftszweig entwickelte sich nach Entstehen der Einzelbörsen zur bedeutendsten Sparte innerhalb der "Allgemeinen Börse". So konnte die Hamburger Versicherungsbörse bereits auf eine Jahrhundert alte Tradition zurückblicken.

Die Hamburger Versicherungsbörse in ihrer heutigen Form, als eine der fünf Einzelbörsen an der Hamburger Börse, besteht seit 1977 - nachdem sie bis dahin zur "Allgemeinen Börse" gehört hatte. Neben der Allgemeinen Börse gibt es noch die Wertpapierbörse, die Kaffeebörse und die Getreidebörse.

Die Hamburger Versicherungsbörse hat eine eigene Börsen- und Beitragsordnung. Die Börsenordnung regelt den Zutritt:

Auszug aus der Börsenordnung Ziffer IV § 14 ff:
Zum Börsenbesuch an der Hamburger Börse darf nur zugelassen werden, wer gewerbsmäßig Versicherungsgeschäfte und damit zusammenhängende Dienstleistungsgeschäfte für eigene oder für fremde Rechnung tätigt oder vermittelt und einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb unterhält sowie glaubhaft macht, eine regelmäßige Börsenpräsenz sicherzustellen.
Zum Börsenbesuch sind auch diejenigen Firmen bzw. Personen zugelassen, die mit Versicherungsgeschäften zusammenhängende Dienstleistungsgeschäfte betreiben. Dieser Personenkreis setzt sich aus den für die Transportversicherer tätigen Warenbesichtigern und Dispacheuren zusammen; letztere sind Experten, die die durch "große oder gemeinschaftliche Havarie" anerkannten Verluste und Kosten berechnen und sie in einem Verteilungsplan (Dispache) auf die Beteiligten umlegen.

130 Unternehmen sind zurzeit insgesamt an der Hamburger Versicherungsbörse zugelassen.